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Mittwoch, 13.10.2021

Ein Abend mit Göttern und Geistern - Tatjana Ruhland

Zehnthofstraße 59, 56322 Spay

Ein Abend mit Göttern und Geistern - Tatjana Ruhland

Ein Abend mit Göttern und Geistern - Tatjana Ruhland Die Querflöte wurde seit der Antike immer als ein mystisches Instrument angesehn, welches entweder von Naturgöttern selber gespielt wurde oder durch deren Klang Geister beschworen werden konnten. Sicherlich war neben der menschlichen Stimme und einfachen Trommeln das erste Instrument der Menschheit eine einfache Flöte; dies mag auch der Ursprung dieses Göttergedankens sein. In der Zeit des späten Barock und der frühen Klassik galt das Instrument als „das Instrument der feinen Herrschaften“ wie Friedrich der Große zu sagen pflegte und wurde an allen königlichen Höfen fleissig gespielt. So erklärt sich die sehr große Anzahl von Kompositionen aus dieser Zeit. Während der Klassik (vor allem in der deutschen Klassik) trat sie dann eher seltener auf, dort dann eher im Verbund mit anderen Instrumenten in Kammermusikformationen und natürlich als Orchesterfarbe. Erst in der späteren Romantik und vor allem in Frankreich entwickelte sich eine ganz eigene Kultur der Flötenmusik. Diese Tradition begann bei Francois Devienne, welcher im Conservatoire de Paris direkt nach der Gründung 1795 Querflöte unterrichtet; ihm folgte ein Phalanx von Musikern, die die Querflöte, im Gegensatz zu anderen Ländern, immer im Bewußtsein des Publikums hielten. 1893 übernimmt dann Paul Taffanel als 50 Jähriger gestandener Musiker die berühmte Professur, mit ihm und durch sein besonderes Spiel trat die (mittlerweile moderne) Querflöte, überigens eine deutsche Erfindun, ihren neuerlichen Siegeszug durch die Welt der Komponisten an. Wer selbst ein wenig Französisch spricht, der weiß, dass diese Sprache ein ganz anderes Mundgefühl hervorruft, als jede andere europäische Sprache. Auch die Sprachmelodie ist anders. Evtl. spielt das auch ein grosse Rolle für die Popularität des Instrumentes in Frankreich. Vielleicht könnte ein Logopäde da fachlich Genaueres berichten. Möglicherweise ließen sich auf diesem Wege Gründe finden für das außergewöhnliche Staccato und die besondere, ununterbrochene Linienführung die auch die französische Musik charakterisiert. Das heutige Programm wird uns diesbezüglich hoffentlich ein wenig erhellen! geplantes Programm: Joseph Haydn: Sonate für Flöte und Klavier nach dem Streichquartett G-Dur op.77 Nr.1/Hob.III:81 - Allegro moderato - Adagio - Finale, Presto Camille Saint-Saens: Odelette op.162 für Querflöte und Klavier Camille Saint-Saens: Romanze op.37 für Querflöte und Klavier Albert Roussel: Joueurs de flûte op.27 - Pan - Tityre - Krishna - Monsieur de la Péjaudie Pause Claude Debussy: Syrinx für Querflöte solo Claude Debussy: aus den Préludes: „La fille aux cheveux de lin“ César Franck: Sonate für Violine & Klavier in der Fassung für Querflöte & Klavier - Allegretto ben moderato - Allegro - Recitativo - Fantasia - Allegretto poco mosso Tatjana Ruhland, Querflöte Peter von Wienhardt, Klavier

Alte Kirche Spay, Zehnthofstrasse 59, 56322 Spay

Eintritt: 30 €

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56322 Spay Zehnthofstraße 59
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